Regionalpark Rosengarten
Die Initiative für die Gründung eines länderübergreifenden Regionalparks ging 2006 von den Gemeinden Neu Wulmstorf und Rosengarten aus. Zwischen den Kommunen des Hamburger Verflechtungsraumes bestehen seit jeher starke Verknüpfungen, die durch das absehbare Einwohner- und Siedlungswachstum im Hamburger Bezirk Harburg noch zunehmen werden.
Regionalpark Rosengarten
Seit 2008 agieren die Stadt Buchholz i. d. N., die Samtgemeinde Hollenstedt, die Gemeinden Rosengarten und Neu Wulmstorf sowie Teile des Bezirks Harburg der Freien und Hansestadt Hamburg als länderübergreifender, interkommunaler Zusammenschluss unter dem Namen Regionalpark Rosengarten.
Wirtschaftliche Verflechtungen, steigende Mobilität, der demografische Wandel sowie ein wachsender Bedarf an Freizeit- und Naherholungsangeboten stellen die Gemeinden und das Umland vor Herausforderungen, die künftig nicht mehr allein bewältigt werden können. Daher ist ein vernetztes, interkommunales Handeln der Akteur*innen über Verwaltungsgrenzen hinweg erforderlich. Die Beteiligten waren sich einig, dass ein länder- und gemeindegrenzenübergreifender Regionalpark ein geeignetes Instrument ist, um die Verbindung von Stadt und Umland zu stärken und eine abgestimmte regionale Entwicklung des Naherholungsangebots zu gewährleisten. Der Regionalpark soll eine Region für aktive, gesunde, erlebnisreiche und nachhaltige Naherholung im Großraum Hamburg sein. Zugleich geht es darum, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen, Lebensräume zu sichern und den Freizeit-, Kultur-, Arbeits- und Wirtschaftsraum nachhaltig zu beleben.
Instrumentarium Regionalpark
Die Grundlage für die weitere Arbeit und Ausrichtung des Regionalparks Rosengarten bildet das Regionale Entwicklungskonzept (REK) Regionalpark Rosengarten 2023–2027. Dieses entstand im Rahmen des LEADER-Wettbewerbsbeitrags und bildet die strategische Grundlage für das zukünftige Handeln der Region. Es bildet damit den Rahmen, über den Förderung, Projektentwicklung und regionale Zusammenarbeit organisiert werden.
Ziel ist es, die Region als lebens- und schützenswerten Raum im Hamburger Umland weiterzuentwickeln und die unterschiedlichen Interessen der Bevölkerung, der Nutzendengruppen und der regionalen Akteur*innen besser aufeinander abzustimmen.
Die Region ist geprägt durch die Harburger Berge, Heide- und Moorflächen sowie das Tal der Este. Dieses vielfältige Landschaftsmosaik bietet ein hohes Erholungspotenzial und bildet die Grundlage für die Entwicklung des Regionalparks als Qualitätsregion für Naherholung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Stärkung überregional bedeutsamer Freizeiteinrichtungen wie dem Wildpark Schwarze Berge und dem Freilichtmuseum am Kiekeberg sowie auf dem weiteren Ausbau von Angeboten für Radfahrer*innen und Wander*innen.
Fokussierung auf Handlungsfelder
Im REK 2023–2027 wurden die bisherigen Handlungsfelder weiterentwickelt und neu strukturiert. Die Region arbeitet nun mit den vier Handlungsfeldern Natur-, Kulturlandschafts- und Klimaschutz, Lebensqualität und Daseinsvorsorge, Regionale Wertschöpfung sowie Digitalisierung und Datennutzung. Ergänzend wurden die Querschnittsthemen Sichtbarkeit, Zusammenarbeit, Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit festgelegt. Besonders zentral ist dabei das Ziel, Natur- und Lebensräume zu sichern, die regionale Identität zu stärken und den Freizeit-, Kultur-, Arbeits- und Wirtschaftsraum nachhaltig zu beleben.
Regionalpark Rosengarten
- Größe 302 km²
- Mitglieder: Samtgemeinde Hollenstedt, Gemeinde Neu Wulmstorf, Gemeinde Rosengarten, Teile der Stadt Buchholz i.d.N. sowie des zur Freien und Hansestadt Hamburg gehörenden Bezirks Harburg. Hinzu kommen weitere Mitglieder (Vereine, Unternehmen, Stiftungen sowie natürliche Personen). Insgesamt hat der Verein rund 70 Mitglieder.
- Gründung: 2008
-
Kyra Boxberger & Sylvia Müller
Regionalmanagement
Telefon:
04212032791
04212032878
E-Mail:
kyra.boxberger@sweco-gmbh.de
sylvia.mueller@sweco-gmbh.de
Postanschrift
Gemeinde Rosengarten
Bremer Str. 42
21224 Rosengarten
Bilder und Eindrücke

Auf Entdeckungstour durch die Fischbeker Heide

Der Wildpark Schwarze Berge ist 50 Hektar groß
Wo stehen wir und was brauchen wir?
Seit seiner Gründung 2008 wurden im Regionalpark Rosengarten zahlreiche Projekte unter Beteiligung des Vereins Regionalpark Rosengarten, der beteiligten Kommunen, des begleitenden Regionalmanagements entwickelt und von Vereinen, Projektträgern und Akteuren aus der Region umgesetzt, so unter a.nderem:
- Konzeption und Realisierung von Freizeit-Routen (rund 540 km Wander-, Radwander-, Mountainbike-, Reit- und Nordic-Walking Routen inkl. Beschilderung, Möblierung sowie Kataster und jährlichem Qualitätsmanagement)
- Einrichtung des Regionalpark- Shuttles, eines saisonalen und kostenfreien Freizeitbusses mit Fahrradanhänger
- Regionalpark-Schatzsuche – Ausarbeitung von vier GPS-gestützten Themenrouten mit Bezug zu Geschichte, Natur und Kultur
- Umfangreiche Marketingaktivitäten wie u.a. Entwicklung einer Website mit regelmäßigen Newslettern, thematisches und touristisches Informationsmaterial zu unterschiedlichen Angeboten, Freizeitkarte mit Tourenführer, Teilnahme an Messen/Veranstaltungen/Festen im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit, Durchführung von Fotobewerben, Schaffung eines RP Corporate Design
- Konzipierung von drei thematischen Regionalpark-Entdeckerrouten mit Integration in eine App
- Aufbau von und Teilnahme an Netzwerken in und über den Regionalpark hinaus z. B. LEADER und ILE-Gruppen, Metropolregion Hamburg, Lüneburger Heide GmbH, touristische Leistungsträger
- Ausbildung von Gästeführern
- Analyse und Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit der touristischen Infrastruktur
- Beratung von Projektträgern und Unterstützung bei der Fördermittelakquise sowie Antragstellung (ILE-Projekt sowie weitere Fördertöpfe von Land, Bund und EU)
Mit seinem im Laufe der Jahre weiter entwickelten und präzisierten Leitbild gibt der Regionalpark Rosengarten die Richtung seiner zukünftigen Entwicklung vor, die führende Naherholungsregion im Großraum Hamburg zu werden. Innerhalb der Region hat sich die interkommunale Zusammenarbeit verbessert und der Austausch zwischen den beteiligten Partnern – insbesondere der Kommunen – intensiviert. Bei fast allen Projekten waren die beteiligten Regionalpark-Kommunen eingebunden und konnten sich aktiv in die Projektentwicklung und -umsetzung einbringen. Die entstandenen Netzwerke sind auch weiterhin aktiv.
Stärkung der Regionalen Bekanntheit
In den nächsten Jahren wird sich der Regionalpark Rosengarten veränderten Aufgaben und Herausforderungen stellen Der Wildpark Schwarze Berge ist 50 Hektar groß Übersichtskarte: Seite 74 müssen, insbesondere auch dem Siedlungswachstum in seinem Umfeld. Dies bietet die Chance, auf neue und steigende Bedarfe einer zunehmenden Bevölkerung im Einzugsgebiet mit neuen Naherholungsangeboten zu reagieren. Dabei ist eine engere Zusammenarbeit mit dem Bezirk Harburg der Freien und Hansestadt Hamburg von Vorteil, damit seine BewohnerInnen in Zukunft noch stärker von den Angeboten des Regionalparks profitieren können.
Auch aus diesem Grunde müssen der Bekanntheitsgrad und das lokale Naherholungsangebot des Regionalparks gesteigert werden. Hierzu bedarf es einer noch intensiveren Zusammenarbeit vorrangig mit den touristischen Marketingorganisationen Hamburg Tourismus GmbH und Lüneburger Heide GmbH sowie der Metropolregion Hamburg.
Sinnvoll erscheint auch eine Änderung des Namens, um die Lage zwischen Nordheide und Harburger Bergen deutlicher ins Bewusstsein zu rücken. In diesem Zusammenhang kann ein Netzwerk wie KORG als Konferenz der deutschen Regionalparks und Grünen Ringe einen wichtigen Beitrag leisten und die Arbeit aller Partner unterstützen. Der gegenseitige Austausch über die Arbeit der Regionalparks und Grünen Ringe in Bezug auf Projekte, Fördermittelakquise sowie Erfahrungen in allen Bereichen kann jedem Mitglied wertvolle Informationen und Anregungen liefern.
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