Regionalparks in Brandenburg und Berlin
Die Metropolregion Berlin-Brandenburg wächst stetig. Dabei ist es wichtig, bestehende Grünräume als Naherholungsgebiete zu bewahren und zu entwickeln. Sieben Regionalparks setzen daher auf eine nachhaltige Entwicklung in der Region.
Grünräume für die wachsende Stadt
In den stadtnahen Kulturlandschaften der Metropole Berlin engagieren sich die Regionalparks in Brandenburg und Berlin. Der gesamte Aktionsbereich der Regionalparks erstreckt sich über circa 60 Kilometer in Ost-West-Richtung und knapp 50 Kilometer in Nord-Süd-Richtung. Die Abgrenzung der einzelnen
Regionalparks ist flexibel und wird durch die Mitwirkenden vor Ort und die gemeinsam gesetzten Ziele und Projekte bestimmt.
Ein übergreifendes informelles Planwerk umfasst die gesamte Region und zeigt Strategien und Handlungsfelder für die Entwicklung der Regionalparks auf: der Masterplan Grün Berlin-Brandenburg. Hier sind die Teilräume in ihrer Struktur und ihrem Potenzial porträtiert und analysiert, landschaftliche Eigenheiten beschrieben und zukünftige Aufgaben formuliert.
Link: https://www.regionalparks-brandenburg-berlin.de/projekte/masterplan-gruen-berlin-brandenburg/
Regionalparks rund um Berlin
In den Teilräumen zwischen den Achsen des Berliner Siedlungssterns liegen sieben länderübergreifenden Regionalparks, die in den Außenbezirken Berlins beginnen und sich in den ländlichen Raum Brandenburgs fortsetzen. Zu ihnen gehören: Barnimer Feldmark, Müggel-Spree, Teltower Platte, Mittlere Havel - Havelseen, Osthavelland-Spandau, Krämer Forst und der Naturpark Barnim.
Sie umfassen Teilräume, die landschaftlich, historisch und von ihrer Entwicklungsstruktur her zusammengehören. Die Dynamik der Entwicklung in den stadtnahen Kulturlandschaften spiegelt sich auch in den Regionalparks wider. Es gibt Bestrebungen, im südlichen Raum zwei Regionalparks zu einem zu vereinen, neben langjährig tätigen Vereinen gibt es jüngere Gründungen. Diese Variabilität ist auch eine Stärke der Regionalparks.
Eine Blume für den Freiraum
Die Stadt Berlin ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts in Form eines Siedlungssterns entwickelt worden. So sind zwischen den Siedlungsachsen Freiräume entstanden, die sich wie ein Kranz aus Blütenblättern um die Großstadt reihen. Auch im aktuellen Landesentwicklungsplan Hauptstadtregion (LEP-HR) wird diese Form festgeschrieben. Typisch für diese Teilräume ist die Verbindung von Berliner Flächen mit den Flächen des Umlands in Brandenburg. Dieser nicht nur interkommunale, sondern auch länderübergreifende Ansatz ist einerseits bewusst und gewollt, andererseits oftmals eine Herausforderung für gemeinsame Projekte und Finanzierungsmodelle.
Initiiert und begleitet durch die Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg erfolgte seit 1996 der Aufbau der Regionalparks. Sie wurden seitdem in den gemeinsamen Landesentwicklungsplänen der Länder Berlin und Brandenburg verankert.
Impulse für die Region
Regionalparks sind kein administratives Planungsinstrument, sondern eröffnen die Möglichkeit, regionale Entwicklungsziele durch Vernetzung der Akteure sowie durch interkommunale und länderübergreifende gemeinsame Entwicklungskonzepte und Projekte umzusetzen. Wesentliche Handlungsfelder sind der Erhalt und die Entwicklung der Frei- und Grünräume, die Erschließung für Naherholungssuchende, die Unterstützung einer regionalwirtschaftlichen Entwicklung sowie ein Regionalmarketing.
Mit dem Bevölkerungswachstum in Berlin und dem Berliner Umland und dem damit einhergehenden Entwicklungs- und Nutzungsdruck verstärkt sich auch die Gefährdung der Freiräume in den stadtnahen Kulturlandschaften. Demgegenüber wird der Erhalt der Landschaft aus naturschutz- und stadtklimatischen Aspekten, als wohnortnaher Freiraum zur Naherholung sowie für landwirtschaftliche Nutzungen und Obstanbau umso wichtiger. Hinzu kommen die wirtschaftlichen Chancen eines naturnahen, auf regionalen Besonderheiten und Produkten basierenden Tourismus. Der Druck auf die Naherholungsgebiete im stadtnahen Raum steigert sich nicht nur durch die Zunahme von Bewohnern, sondern auch aufgrund der Zerschneidung von Wegeverbindungen durch den Ausbau von Verkehrsinfrastruktur und die Verkleinerung von Grünräumen durch die Ausweisung von Siedlungsgebieten.
In und um Berlin
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Formal gibt es sieben
Regionalparks in der Region,
nicht alle sind aktiv:
- Barnimer Feldmark
- Krämer Forst
- Osthavelland-Spandau
- Mittlere Havel - Havelseen
- Teltower-Platte
- Müggel-Spree
- Naturpark Barnim
Gründung des Dachverbandes der Regionalparks in Brandenburg und Berlin e.V.: 2003
Dachverband der Regionalparks in Brandenburg und Berlin e.V.
Torsten Jeran
Am Bahnhof 2
16356 Ahrensfelde OT Blumberg
Telefon: 033394 53 60
E-Mail: info@regionalpark.de
Bilder und Eindrücke

Landschaft im Regionalpark Krämer Forst

Regionalpark Müggel-Spree – ein Paradies für Wasserwanderer

Döberitzer Heide Fotorechte Sielmannstiftung

Radfahrer Stadtkante Foto: L.Weigelt
Übersichtskarte



